| Isla
Margarita |
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Rundfahrt beginnt im Norden der Insel. Dort befindet sich die
Punta Cabo
Blanco, eine Landzunge, an die sich im Süden die Playa El
Tirano und im Norden
die Playa Parguito anschließen. Beide Buchten eignen sich
hervorragend für den
Wassersport, die Playa El Tirano wegen der rasch zunehmenden
Wassertiefe und
die Playa Parguito wegen der guten Surfbedingungen. Als
nächstes erreichen wir
den Ort Playa El Agua, eine ehemalige Touristenhochburg. Der Strand ist
etwa 3
km lang. Hier finden wir alles: Feinen weißen Sand,
schattenspendende
Kokospalmen, sanfte Brandung und ein perfektes karibisches Ambiente.
Etwa 5 km
weiter nördlich folgt Manzanillo. Hier macht es uns Spass, den
Fischern
zuzusehen, die am Morgen die Boote an Land ziehen und den Fang der
Nacht verarbeiten. ![]() Knapp
unterhalb des Cabo Negro, das die Nordspitze der Insel bildet, wendet
sich die
Straße nach Südwesten und führt entlang der
zerklüfteten und aussichtsreichen
Küste über Guayacán nach Pedro
González. Bei der Einfahrt in Juangriego lassen
wir links die nahezu ausgetrocknete Laguna de Los Martires liegen. Ihr
Name
erinnert an den heldenhaften Tod hunderter patriotischer
Kämpfer, die hier 1817
dem spanischen General Morillo in die Hände fielen. Weiter
geht es nach La Asunción, der
Hauptstadt der Insel. Hier sehen wir am Hauptplatz das Denkmal von
Simon
Bolívar und erfahren Wissenswertes über ihn und das
von ihm befreite Venezuela.
Nach der Besichtigung der Kirche Nuestra Señora de la
Asunción geht es zur über
der Stadt thronenden Festung, wo die spanischen Eroberer die Heldin
Luisa
Cáceres in den Kerker verbannten, um den Aufenthaltsort
ihres Mannes, der für
die Unabhängigkeit kämpfte, zu erfahren. Vergebens,
wie uns die Geschichte
lehrte. Trotz mehrjähriger Haft in Margarita und in Spanien
verriet sie ihn
nicht und kehrte nach geglückter Flucht über
Nordamerika auf die Insel zurück.
Hier traf sie wieder Ihren Mann, dem sie viele Kinder gebar und bis ins
hohe
Alter ein doch noch glückliches Leben führte. So
kommen wir ins zauberhafte Tal
El Valle, dem wichtigsten Wallfahrtsort Venezuelas. Schon die
Perlenfischer
verehrten die Wunder wirkende Jungfrau des Tales. Wir bewundern die
schöne
Wallfahrtskirche. ![]() Margarita besteht eigentlich aus zwei Inseln, welche nur durch eine schmale Sandbank miteinander verbunden sind. Wir überqueren die einzige Verbindungsbrücke und kommen kurz darauf ins Museo Marino. Von weitem sehen wir das Gerippe eines riesigen Wals Es wurde vor wenigen Jahren auf der Nachbarinsel Cubagua gefunden, wo der große Meeressäuger strandete. Die Vielfalt der Meeresfauna und Flora wird im Meeresmuseum sehr übersichtlich dargestellt. Sogar ein eigenes Non-Stop-Kino im ersten Stock ist vorhanden. Im klimatisierten Kino-Saal lassen wir die Unterwasserwelt des karibischen Meeres samt beruhigendem Sound auf uns einwirken. Wer hätte gedacht, dass wir zwischen unzähligen Kakteen und Sanddünen auf ein derart modernes Museum stoßen würden! Wir befinden uns in Boca del Rio, der letzten größeren Ansiedlung bevor wir uns aufmachen, noch weiter in den Westen zu fahren. Auf dem Weg dorthin begleiten uns zur linken das Meer und kilometerlange menschenleere Strände. Wir befinden uns also am Südrand der westlichen Inselhälfte, der Halbinsel Macanao. Die höchste Erhebung dieses Inselteils ist der Cerro San Francisco, dessen Massiv uns einige Kilometer lang zu unserer Rechten begleitet. Hier begegnen uns auf der gut ausgebauten Straße fast keine Autos. Ein Fischerdorf nach dem anderen taucht nach jeder Bucht auf. Alles dreht sich hier ums Fischen. ![]() La Restinga erreichen wir am späten Nachmittag. Zu diesem Zeitpunkt gehört uns - fast - die Lagune alleine. Teilen mussten wir das riesige, sich in viele Kanäle verzweigende Areal nur mit Pelikanen, Mangrovenwäldern und Seesternen. Letztere waren im nur wadentiefen Wasser in Mengen vorhanden. An der Zahl der vorhandenen Ausflugsboote konnten wir ahnen, dass hier tagsüber einiges los ist, genießt doch die Lagune den Status der Top-Insel-Attraktion! Dass Margarita viele Gesichter hat, haben wir heute gesehen. ![]() |